Appenzellerhaus

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Typisches Bauernhaus aus dem Kanton Appenzell
Appenzellerhaus_4cdc096033c14.jpgAppenzellerhaus_4cdc096033c14.jpg
Per Post normal für 5,70 CHF
3,00 CHF
Beschreibung
Bestellnummer: 504
Autor: Heinrich Pfenninger
Selbständige Einzelteile: 10
Schwierigkeitsgrad: ab 10 Jahren
Sprache: d
Massstab: n/a

Nicht in Auswahlsendung enthalten

Ein währschaftes Bauernhaus liegt vor dir! Es stammt aus der Nordostecke unseres Landes. Dort liegt am Fusse der Säntisgruppe das hügelige Appenzellerland. Wie hingestreut auf die grünen Wiesen scheinen dem Wanderer die braunen Häuser. Das ist nämlich eine der Eigentümlichkeiten der appenzellischen Wohnweise: Fast jedes Bauernhaus steht allein für sich. Der Bauer wohnt gleichsam mitten in seinem Eigentum. Sein «Hämetli» (kleine Heimat) beginnt draussen bei den äussersten Zäunen und gipfelt im schmucken Bauernhaus. Der Besitzer darf darauf tatsächlich stolz sein; denn es ist eine Art Schmuckkästchen für sich.

Die Vorderseite des Gebäudes ist reich gegliedert. Die Fenster blinken in langen Zeilen zu Gruppen angeordnet und werden von mächtigen Täferplatten unterbrochen. Hinter solchen verbergen sich auch die Zugladen, mit denen nötigenfalls die ganzen Fensteröffnungen abgeschlossen werden können. Beachte, wie die Zwischenwände des Hauses sich teilweise an der Hausfront abzeichnen. Das Wohnhaus ruht auf einem steinernen Unterbau. In diesem treffen wir (beachte die niederen, langgezogenen Fenster!) den Webkeller. Hier wurde bei kargem Lohn einst von jung und alt der feine Leinenstoff gewoben, in den kunstgeübte Appenzellerinnen-Hände die vielbegehrten Stickereien stichelten.

Das Appenzellerland ist niederschlagsreich. Viel Regen und Schnee zwingt zu besonderer Bauweise. Aus diesem Grunde hat der Appenzeller z. B. die grosse Scheune ganz ans Wohnhaus herangezogen. Der Stall steht rechtwinklig zum Hause, berührt dieses also nur mit einer Schmalseite. Der Besitzer kann jederzeit «unter Dach» von einem zum andern Teil gelangen. Vor der Wetterseite der Scheune stehen meist einige Eschen als deren Schutz. Neben dem Doppeltor dagegen sonnt sich ein Fruchtbäumchen (Trüeter). Auf der Rückseite trifft man überdies häufig einen «Holderbaum» (Holunder), dessen weisse Blütendolden wirkungsvoll vom silbergrauen Schindelgewände abstechen.

Unser Gebäude ist für zwei Familien bestimmt. Jede hat einen Wohnteil mit gesondertem Zugang und eigener Treppe. Dagegen besitzt dieses Haus nur eine einzige Küche, die von beiden Familien gemeinsam benutzt wird und von der aus man die Öfen beider Stuben heizen kann.

Das blitzsaubere und oft sorgfältig bemalte Appenzellerhaus hat bei allen Kantonsnachbarn ringsum viel Beifall und manchen Nacheiferer gefunden. Wir treffen heute gleiche Bauten im nachbarlichen St.Gallergebiet, im Rheintal, im Toggenburg, ja sogar im Kanton Zürich östlich der Töss (bei Wila, Steg und Sternenberg).

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