Burg Hohenklingen Stein am Rhein

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Schlossanlage oberhalb von Stein am Rhein (SH)
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Beschreibung
Bestellnummer: 423
Autor: diverse
Selbständige Einzelteile: 1
Schwierigkeitsgrad: ab 10 Jahren
Sprache: d
Massstab: n/a

Stein am Rhein, das Bilderbuchstädtchen, gebaut, wo der Untersee sich zum Fluss verengt, ist ein «Edelstein», der Scharen von Touristen anzuziehen vermag und der auch Ziel zahlreicher Schulreisen ist. Das anmutige Stadtbild und die einmalige Atmosphäre des Rathausplatzes, dieses harmonische Gefüge verschiedener Baustile, über Jahrhunderte hinweg aus Bürgerstolz gestaltet, sind von besonderem Reiz. Von grösster Bedeutung für die Entwicklung des Städtchens war das Kloster St. Georgen, das noch als Museum wegen der gut erhaltenen mittelalterlichen Anlage und der künstlerischen Ausstattung sehenswert ist.

Über dem Städtchen thront imposant auf einem Nagelfluhsporn die Burg Hohenklingen. Die Ritter, die sie bewohnten, waren Vögte des Klosters St. Georgen. «Chlinge ob Stein» wurde 1267 erstmals urkundlich erwähnt. Die Ritter waren Vasallen (vasus=Knecht) der Adligen (Kaiser, Könige, Herzöge). Als Gefolgsleute waren sie den Herrschern zu absoluter Treue und Gehorsam verpflichtet und mussten für diese Kriegsdienste leisten. Die Ritter waren weltlicher Beistand der Klöster. Als Kastvögte (Kast = befestigter Ort / castigare = züchtigen) richteten sie über schwere Verbrechen; als Schirmvögte schützten sie die Klöster und deren «Gotteshausleute».

Vorerst stand auf Hohenklingen, wie die Burg seit dem 14. Jahrhundert genannt wurde, nur der zum Wohnturm ausgebaute Bergfried von knapp 30m Höhe. Ums Jahr 1300 wurde an der westlichen Schildmauer das Ritterhaus, der Palas, errichtet. 1457 konnte die Bürgerschaft des Städtchens die Burg samt der dazugehörenden Herrschaft von dem in Geldnot geratenen Hohenklinger Ritter erwerben. Stein am Rhein wurde reichsfrei, verbündete sich aber mit den eidgenössischen Orten Zürich und Schaffhausen. Die Burg wurde zur Hochwacht. Über der Mitte des Burghofes wurde ein Fachwerkhaus errichtet, das dem städtischen Hochwächter, «Burgvogt» oder «Klingenmann» genannt, zur Wohnung diente. Die Burgvögte hatten die Anlage zu betreuen und Aufsicht- und Wächterdienste gemäss der vom Steiner Rat aufgestellten Amtsvorschriften zu leisten. In dieser Zeit ist auch der Vorbau zum Palas entstanden.

Alle späteren Änderungen vermochten das Gesamtbild kaum mehr zu verändern. Im 19. Jahrhundert, als Hohenklingen die Bedeutung als Hochwacht verloren hatte, suchte man nach neuen Verwendungszwecken für die Burg. Inzwischen waren Teile der Ringmauer in ruinösen Zustand geraten. Als das Rundtürmchen in der südöstlichen Ecke des äusseren Zwingers zusammenbrach, wurde es nicht mehr aufgebaut. Sein Rumpf ist als Rondelle noch erhalten. Verpachtungen zu land- oder forstwirtschaftlichen Zwecken schlugen fehl.

Heute ist die Burg Hohenklingen ein beliebtes Ausflugsziel. Vom Bergfried, von der Laube oder aus den Fenstern der Gaststuben geniessen die Besucher eine herrliche Aussicht auf das malerische Städtchen Stein am Rhein und über die liebliche Landschaft an Untersee und Rhein.

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