Hochjurahaus

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Regionaltypisches Haus aus der Nähe von La-Chaux-de-Fonds (NE)
Hochjurahaus_4cdc0af6a3d41.jpgHochjurahaus_4cdc0af6a3d41.jpg
Per Post normal für 5,70 CHF
3,00 CHF
Beschreibung
Bestellnummer: 508
Autor: diverse
Selbständige Einzelteile: 1
Schwierigkeitsgrad: ab 10 Jahren
Sprache: d+f
Massstab: 1:100

Nicht in Auswahlsendung enthalten

Die Schweiz ist reich an verschiedensten Bauernhaustypen. Fast jede grössere Landschaft in unserer so vielfältigen Heimat hat ihr eigenes, bodenständiges Haus hervorgebracht. Das Innere und Äussere eines solchen Hauses ist weitgehend geprägt von den örtlichen Gegebenheiten und von der Art und Lebensweise seiner Bewohner. (Wie ist das Klima? Welche Art von Landwirtschaft kann betrieben werden? Was für Baumaterialien sind vorhanden?)

Unser Hochjurahaus steht auf einer Höhe von 1000 m ü.M. in der Nähe von La Chaux-de-Fonds (NE). Nur gerade zwanzig Kilometer davon entfernt, auf etwa gleicher Höhe, liegt das «schweizerische Sibirien»: La Brevine (NE). Du kannst Dir ausmalen, wie kalt es dort oben im Winter werden kann, wie heftig der eisige Wind bläst und wie viel Schnee auf den Dächern lastet. Kein Wunder, sind die Aussenmauern des Hochjurahauses so massiv und dick (60 cm und mehr), ist der Wohnteil in den Boden eingetieft und hat das wuchtige Dach so wenig Neigung, damit ja der Wind möglichst wenig Angriffsfläche findet.

Vielleicht hast Du schon einmal gehört, dass das Wort «Jura» aus dem Keltischen kommt und «Waldgebirge» bedeutet. Warum, so fragst Du Dich jetzt, hat man denn in diesem Gebiet, das heute noch waldreich ist, die Häuser nicht aus Holz gebaut wie etwa im Bernbiet, im Wallis oder im Appenzellerland? Nun, in älterer Zeit waren die Häuser dort tatsächlich Holzkonstruktionen. Aber vom 17. Jahrhundert an haben die mächtigen Landesherren, die Fürstbischöfe von Basel, allgemein verlangt, dass die Aussenmauern aus Stein errichtet (natürlich Jura-Kalkstein) und die Dächer mit Ziegeln (statt mit den früher üblichen Schindeln) gedeckt werden. Im Innern dieser Häuser aber ist noch genügend Holz anzutreffen. Vor allem die mächtigen «Ständer» sind beeindruckend, in Reihen angeordnete Stützpfeiler, die vom Boden bis zu den Dachtragbalken reichen.

Das Hochjurahaus war früher nur eingeschossig, der ganze Dachstock war Heubühne. Erst später kamen zweigeschossige Bauten auf. Aber äusserlich blieben sie anspruchslos und herb, ohne viel Schmuck. Gelegentlich sieht man eine Sonnenuhr an der verputzten Fassade oder ein gotisches Fenster- oder Türgewände mit Wappen und Jahreszahl, sonst bringen nur die unregelmässigen Fensteröffnungen etwas Leben in die Wandflächen.

Das Haus aus der Umgebung von La Chaux-de-Fonds, dem dieses Modell nachgebildet ist, bietet sich heute leider etwas verändert dar. Unser Bogen zeigt den ursprünglichen Zustand. Ein grösseres Modell des gleichen Gebäudes kannst Du im Bauernmuseum in Wohlenschwil (AG) besichtigen.

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