Römischer Wachtturm

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Modell eines römischen Limes-Wachtturms
R__mischer_Wacht_4cdad57aaf275.jpgR__mischer_Wacht_4cdad57aaf275.jpg
Per Post normal für 5,70 CHF
3,00 CHF
Beschreibung
Bestellnummer: 425
Autor: Hansruedi Obi
Selbständige Einzelteile: 1
Schwierigkeitsgrad: ab 9 Jahren
Sprache: d+f
Massstab: 1:100

Nach der denkwürdigen Schlacht bei Bibracte, als die nach Süden ziehenden Helvetier von den Heeren Julius Cäsars geschlagen wurden, herrschten die Römer für ungefähr 450 Jahre in unserem Land. Der Rhein bildete vorerst eine gute Grenze gegen die Germanen im heutigen Deutschland. Bald aber drangen die römischen Soldaten weiter nach Norden vor und eroberten schliesslich Süddeutschland und ganz Westeuropa (linkes Rheinufer) sowie England bis hinauf nach Schottland.

Aber die wilden Germanen in Norddeutschland drangen immer wieder in das römisch besetzte Gebiet ein. Sie plünderten und zerstörten die überfallenen Städte und Dörfer. Der römische Kaiser Valentinian I. befestigte deshalb die Rheingrenze mit Kastellen in Basel, Kaiseraugst, Zurzach, Irgenhausen, Winterthur, Stein am Rhein, Arbon, Pfyn und Schaan. Zwischen Basel und dem Bodensee wurde dem Rhein entlang eine ununterbrochene Kette von etwa 50 Wachttürmen errichtet. Dies waren keine Befestigungen, sondern Beobachtungs- und Kontrolltürme. Sie standen alle nahe am Fluss, auf dem erhöhten Südufer.

Von ihnen aus konnte man den ganzen Rhein überblicken und jedes Boot erkennen, das den Fluss überqueren wollte. Die ganze Uferböschung war gerodet. Von jedem Turm aus sah man aber auch links und rechts den nächsten Wachtturm. Die Soldaten hatten ein gut arbeitendes Alarmsystem: Neben jedem Turm stand ein grosser Strohhaufen bereit, der bei Gefahr angezündet wurde. Die dabei entstehenden grossen Rauchwolken warnten auf grosse Entfernung die Mannschaften der anderen Türme. Nachts, wenn man in der Dunkelheit den Rauch nicht sehen konnte, entzündeten die Bewacher eine Pechfackel, die ein helles Feuer gab. Diese Fackel war, ständig bereit, auf dem Balkon des Turmes befestigt. Oft waren die Türme mit einem Palisadenzaun aus eingerammten, oben zugespitzten Baumstämmen umgeben.

Das grosse Römische Reich, das einst das ganze Mittelmeer von Portugal bis und mit der Türkei sowie Süd- und Westeuropa umfasste, zerfiel aber langsam immer mehr. Schliesslich zogen sich die römischen Legionen auch aus dem Gebiet der heutigen Schweiz zurück. Die Alemannen drangen über den Rhein südwärts in unser Land ein und besiedelten es.

Die römischen Wachttürme blieben leer und zerfielen mehr und mehr. Oft wurden sie auch als Steinbruch für den Bau neuer Häuser benutzt. Viele Türme verschwanden mit der Zeit ganz. Von anderen sind, im Boden versteckt, nur noch Mauerreste gefunden worden. Einige hat man ausgegraben und restauriert. Diese Ruinen kann man heute noch sehen und ist jeweils erstaunt über die starken, guten Mauern.

Einen solchen Wachtturm in seiner ursprünglichen Form hast du nun als Modell vor dir liegen. Wenn du ihn sorgfältig zusammenbaust, kannst du dir vorstellen, wie dieser vor fast zweitausend Jahren ausgesehen hat.

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