Schloss Chillon

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Modell des vielleicht berühmtesten Schweizer Schlosses (VD)
Schloss_Chillon_4cdad1c218a42.jpgSchloss_Chillon_4cdad1c218a42.jpg
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3,00 CHF
Beschreibung
Bestellnummer: 415
Autor: Heinrich Pfenninger
Selbständige Einzelteile: 1
Schwierigkeitsgrad: ab 10 Jahren
Sprache: d, f
Massstab: 1:390

Dicht vor dem Ufer des Genfersees erhebt sich auf einer Felsenklippe diese grosse Burganlage. Spuren haben bewiesen, dass diese Insel schon den alten Römern bekannt gewesen sein muss. Sie benützten sie wohl als geschützten Stützpunkt am Wege zu ihrer südlichen Heimat. Unser Schloss selber ist allerdings jüngeren Datums. Erbaut wurde es von den Grafen von Savoyen, die ihr Stammland auf der gegenüberliegenden, heute französischen Seeseite liegen hatten. Sie haben unsern Felssporn mit den damals noch dürftigen Wehrbauten ums Jahr 1150 in Besitz genommen. Unter ihrer Herrschaft verblieb Chillon dann bis 1536. Als Bauherr der heutigen umfangreichen Burganlage gilt Peter II. von Savoyen. Er muss von gewiegten Fachleuten beraten worden sein, die gewusst haben, wie man sich am besten verteidigt.

Unser Plan lässt dies erkennen. In der Mitte der Burg ragt sozusagen frei gestellt der höchste Turm, der Bergfried empor. Seeseitig reihen sich die Wohngebäude. Sie sind Angriffen vom Land her möglichst ferngerückt. Dafür hat man diese bedrohtere Landseite mit einem doppelten Mauergürtel versehen und diesen durch mehrere Wehrtürme zudem verstärkt. So bilden nun Gebäude und Mauern einen geschlossenen Ring, in den sich nur schwer eindringen liess. Der Innenhof ist zudem durch zwei Querriegel unterteilt worden, so dass notfalls nur Stück um Stück der Burg hätte preisgegeben werden müssen. Lange galt denn auch Chillon für uneinnehmbar.

Und doch geschah eines Tages das Unerwartete. Bonivard, ein Genfer Prior und Freiheitskämpfer, war 1529 vom damaligen Savoyer-Herzog gefangen genommen und in Chillon eingekerkert worden. Hier schmachtete er, zeitweise angekettet, während 7 Jahren in einem kahlen Verliess. 1536 indes wurde der Gefangene durch die Eidgenossen befreit. Damit endigte aber auch die Savoyer-Herrschaft über Chillon. Fortan diente der bisherige Fürstensitz bernischen Landvögten bis zum Jahre 1733. Nach 1798 wurde Chillon waadtländisches Staatseigentum.

Einsichtigen Freunden der alten Feste ist es zu verdanken, dass die stattliche Burg bis heute vorzüglich erhalten geblieben ist. Noch mehr. Sie beherbergt jetzt ein wirklich sehenswertes geschichtliches Museum. Kein Wunder, dass Gäste von nah und fern herbeireisen, um hier gleichsam einen Blick ins vielgenannte Mittelalter zu tun. Auch Dichter und Denker sind schon unter den Gästen gewesen; mehr als einer hat seine Eindrücke von Chillon in Gedichten oder Erzählungen niedergelegt.

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