Walliserhaus

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Regionaltypisches Haus aus La Sage (VS)
Walliserhaus_4cdc08102384c.jpgWalliserhaus_4cdc08102384c.jpg
Per Post normal für 5,70 CHF
3,00 CHF
Beschreibung
Bestellnummer: 501
Autor: Heinrich Pfenninger
Selbständige Einzelteile: 3
Schwierigkeitsgrad: ab 10 Jahren
Sprache: d, f
Massstab: 1:80

Nicht in Auswahlsendung enthalten

Was ein Walliser in früheren Zeiten zum Hausbau brauchte, fand er meist in der Nähe seines Bauplatzes. Der nahe Lärchenwald lieferte ihm die hellen Stämme, die so wetterbeständig sind, dass das Volk behauptet, sie hätten «keinen Tod». Am Fusse der nächsten Felswand lagen für jeden Baumeister genug Felstrümmer herum. Vom Steilhang schliesslich liessen sich flache Platten lostrennen, die als Dachabdeckung dienen konnten. Mit all diesem heimischen Material errichtete nun der Walliser sein Haus. Die Lärchenstämme legte er abwechslungsweise kreuz und quer auf ein gemauertes Fundament. So entstand der hölzerne Wohnteil, der die Stuben und Schlafkammern umfasste. Dahinter, dem Berg zugekehrt, wurde das steinerne Feuerhaus zur gleichen Höhe gebaut. In ihm lag die Küche mit der Herdstelle.

Unser Haus war für zwei Familien berechnet. Jede bewohnte ein ganzes Stockwerk und betrat dieses durch eine eigene Haustüre, die in die Küche führte. Über den Wohnungen lag ein dunkles Windengeschoss, das sich zum Dörren von Obst und Gemüse ebenso gut eignete wie zum Trocknen von Fleischstücken.

Das abgebildete Haus steht in La Sage, einem reizend gelegenen Bergdorf, und ist vor rund 200 Jahren errichtet worden. Die ehemals hellen Lärchenwände sind inzwischen von der Sonne geschwärzt und stehen in auffälligem Gegensatz zum weissgetünchten Mauerwerk des Hinterhauses. Die Vorderseite (Talseite) des Gebäudes weist mehrere geschnitzte Balken auf. Die gemauerten Teile sind durch aufgemalte Eckquader geziert worden, und die Rückwand trägt aufgemalte uralte Schutzzeichen. Der Gedanke an die bösen Mächte, die den Menschen jederzeit bedrohen, hat einmal einen Walliser bewogen, ins Balkenwerk seiner Stubendecke den Spruch zu schneiden: «Wiä kanst du so sicher schlafen gehn? Sicht du nicht die Hell ganz wachbar for dir offen stehn?»

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