Heidi auf der Alp

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Der Bogen zur Erzählung "Heidi" von Johanna Spyri
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Beschreibung
Bestellnummer: 106
Autor: Heinrich Pfenninger
Selbständige Einzelteile: 12
Schwierigkeitsgrad: ab 6 Jahren
Sprache: d
Massstab: n/a

Heidi ist ein fröhliches Kind. Es mag etwa so alt sein wie du. Seine hellen Augen glänzen. Verwöhnt ist es aber gar nicht. Man muss eher Mitleid mit ihm haben. Es hat früh seine Eltern verloren, zuerst den Vater, dann die Mutter. Bisher ist es bei fremden Leuten aufgewachsen. Von jetzt an können sie nicht mehr für dieses Kind sorgen. Wohin soll Heidi jetzt kommen?

Auf eine Alp! Eine Tante führt das kleine Kind hinauf zum «Öhi». So nennen alle Leute einen alten, bärtigen Mann, der ganz allein hoch oben am Berg wohnt. Er lebt dort in einer niederen Steinhütte, weit weg vom Dörfli, weit weg von den andern Menschen. Er soll ein rauher, bärbeissiger Mann sein. Aber er ist Heidis Grossvater. Wird es Heidi beim «Öhi» gefallen? Wird der «Öhi» sich freuen, wenn das Heidi zu ihm kommt?

Es darf beim «Öhi» bleiben. Er redet zwar nicht viel; aber er richtet ihm auf dem Heuboden ein Schlafplätzchen ein. Es liegt dort in der Nacht nahe unter dem Steinplattendach. Da gefällt es Heidi. Es gefällt ihm überhaupt beim Grossvater. Feine Milch stellt er ihm auf. Goldgelben Käse darf es essen. Und zwei Geissen hat der «Öhi» im Stall! Die weisse Geiss heisst Schwänli und die braune Bärli. Die werden bald Heidis Freundinnen. Es kennt sie von weitem. Auch sie kennen das fröhliche Heidi-Kind und meckern lustig, sobald sie es sehen. Heidi möchte gar nicht mehr ins Tal hinunter. Hier oben scheint die Sonne so hell. Hier oben riecht es so gut nach würzigen Kräutlein. Hier rauschen die Tannen so mächtig. Hier singen die Vöglein so schön!

Der «Öhi» steht vor seiner Hütte. Er raucht seine Pfeife und schaut ins Tal hinab. Es ist früh am Morgen. Ob Peter noch nicht kommt? Wer ist Peter? Den muss man kennen! Der Geissen-Peter wohnt unten im Dörfli und kommt alle Tage hier vorbei mit seiner Herde. Er hütet die Dörfli-Geissen droben auf der Weide, ganz nahe bei den Felsen. Heidi darf Peter begleiten. Wie es sich freut! So viele Geissen hat es noch gar nie gesehen. Da steht der «Türk» mit mächtigen Hörnern. Daneben glöckelt der «Distelfink», eine besonders hurtige Geiss. Und schau dort, ein molliges, kleines weisses Geisslein! «Schneeböppli» heisst es. Heidi umarmt das niedliche Tierlein. Wie es bimmelt droben auf der Weide, wenn alle Geissen ihr Futter suchen! Das tönt fast wie Musik. Wie schön ist's doch auf der Weide! Ganz besonders schön, wenn die Sonne untergeht! Alle Felsen werden rot. Das leuchtet wie Feuer. Heidi kann sich gar nicht sattsehen. Es möchte jeden Tag mit Peter und seinen Geissen auf die Weide gehen. Peter ist zufrieden. Er hat ganz gern eine muntere Kameradin.

Kennst du Klara? Sie ist weither aus Deutschland, aus einer grossen Stadt gekommen. Klara ist etwas älter als Heidi. Sie muss leider den ganzen Tag in einem Rollstuhl sitzen; sie kann nicht gehen. Sie ist gelähmt. Unser Heidi freut sich trotzdem über den Besuch. Klara ist seine Freundin. Wieviel es ihr hier oben zeigen kann! Gewiss wird die kräftige Alpenluft dem bleichen Mädchen aus der Stadt gut tun. Oh, Klara wird es hier oben gewiss auch gefallen!

Der Geissen-Peter aber ist nicht zufrieden. Nun soll er das lustige Heidi mit der fremden Klara teilen. Das gefällt ihm gar nicht. Er stellt sogar regelrecht Dummheiten an. Der Rollstuhl geht dabei in die Brüche. Dummer Peter! Aber es kommt trotzdem alles gut heraus. Weil der Rollstuhl fehlt, versucht Klara zu gehen. Alle helfen! Gelingt's? Ja, Klara lernt langsam, langsam und dann immer besser gehen. Welch ein Wunder! Alle freuen sich. Wer freut sich am allermeisten? Ganz gewiss unser tapferes, kluges, fröhliches Heidi!

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